WEIDEZAUN

Den Weidezaun kennt wohl jeder vom Urlaub auf dem Bauernhof oder der Pferdekoppel im Dorf. Der Weidezaun ist die klassische Zaunform, um zu hütende Tiere daran zu hindern, die Weide oder Koppel selbstständig zu verlassen. Weidezäune können aus verschiedenen Materialien bestehen, zum Beispiel Holz, Metall oder Kunststoff. Zudem gibt es auch eine elektrische Weidezaun-Variante, bei der ein Weidezaungerät einen leitenden Draht unter Strom setzt und so die Tiere bei Kontakt mit einem Stromschlag zurückschrecken lässt. Dieser Weidezaun ist nicht gefährlich für Tier und Mensch, aber sehr unangenehm. Werden Weidezäune in ihrer klassischen Form zum Hüten von Tieren eingesetzt, sind strenge tierschutzrechtliche Vorgaben zu beachten. Zudem findet man Weidezäune auch als Begrenzung von Park- und Sportanlagen und Spielplätzen sowie auch als elegante Einfassung mit rustikalem Charme bei Landhäusern. Als klassische Umgrenzung eines Gartens im ländlichen Stil kann der Weidezaun ein stimmiges Bild abgeben.

Weidezaun aus Holz

Weidezäune aus Holz sind die urtümlichste Form dieser Zaunart. Weidezäune aus Holz werden zur Umzäunung sowohl von Pferdekoppeln als auch von Rinderweiden genutzt. Für die Pfosten eines Weidezaun empfiehlt sich die Verwendung robuster Holzarten wie Eiche oder Robinie. Es gibt auch Pfosten aus Weichholz wie Fichte und Kiefer. Diese sind zwar günstiger in der Anschaffung, haben aber auch eine geringere Haltbarkeit und müssen aus diesem Grund mehr gepflegt und häufiger ausgetauscht werden. Die Pfosten verbindenden Querlatten eines Weidezaunes bestehen meistens aus Rund- oder Halbrundhölzern. Hierfür wird gerne das Holz der Fichte verwendet. Beim Bau eines Weidezaunes aus Holz ist zu beachten, dass die Querlatten auf der Innenseite der Pfähle befestigt werden. Denn nur so kann ein Weidezaun den dagegen lehnenden oder laufenden Tieren Widerstand leisten. Zur weiteren Sicherung des Weidezaunes kann an der Innenseite noch ein Elektrodraht angebracht werden, um Tiere daran zu hindern, am Zahn zu nagen oder sich an ihm zu reiben.

Weidezäune aus Kunstoff und Metall

Neben der klassischen Holzvariante gibt es auch Weidezäune aus Kunststoff und Metall. Zäune aus PVC (Polyvinylchlorid) und Metall sind witterungsbeständiger und pflegeleichter als Weidezäune aus Holz, da sie nicht verrotten. Der Aufbau erfolgt wie bei einem Holzzaun und hier kann ebenfalls Elektrodraht verwendet werden. Bei der Metallvariante des Weidezaun ist aber zu beachten, dass nicht jede Variante gleich gut für das Hüten von Tieren geeignet ist, sondern auch eine Gefahr sowohl für die Weide- als auch für Wildtiere darstellen kann. So sind Einzäunungen aus Glattdraht zum Beispiel für Pferdeweiden ungeeignet, da Pferde in schneller Geschwindigkeit in den Zaun laufen und sich dann verletzen können. Für Rinder stellen Glattdrahtzäune (ggf. mit elektrischem Weidezaungerät) hingegen kein Problem dar.